Archiv für die Kategorie ‘Gadgets’

iPod-Batterie austauschen

Januar 26, 2008

Sowohl Sandra als auch ich haben inzwischen einen nano. Jedoch lag aus alten Tagen noch ein G3 20GB mit leerer Batterie herum (Laufzeit 2-3 Minuten). Nachdem es Austauschbatterien je nach Modell und Kapazität zwischen 10,- EUR un 30,- EUR gibt habe ich mich für ein Modell im mittleren Preissegment entschieden. Die Handlungsabwicklung über E-Bay war unproblematisch und der Artikel wurde verschickt bevor der Zahlungseingang eingentlich hätte registriert werden können. Im Lieferumfang befindet sich neben der Batterie zwei Plastikwerkzeuge mit denen man den Umbau vornehmen kann ohne den iPod zu beschädigen.

Als besondere Hürde stellte sich das Öffnen des Plastikgerätes heraus. Doch hat man einmal gesehen wie die Abdeckung befestigt ist sollte das Öffnen ein zweites Mal unproblematisch von Statten gehen. Ist das Gerät erst einmal offen beschränkt sich der Vorgang auf Entfrenen der Batterie, das Lösen des Batteriekabels sowie Austausch der Batterie und Herstellen des ursprünglichen Zustands. Ein wenig sorgfältig muß das Kabel zur Stromversorgung wieder unter die Platine befördert werden. Wie durch ein Wunder passen die Kontakte der Festplatte (auf Folie aufgeschweißt und lediglich auf Kontaktfläche aufgelegt) genau auf die Gegenstelle auf dem Board und nach einem Ladevorgang von etwa 3 Stunden läuft der iPod nun wieder wie am ersten Tag.

Fazit: Verblüffender Weise ebenso einfach wie effizient. Auf jeden Fall empfehlenswert.

Wieder über Festnetz erreichbar II

Januar 13, 2008

Nach wieder einem Monat ohne Festnetz (eine extern früh mogentliche Aktion um diverse Fernsehkabel hatte dazu geführt, dass das Telefonkabel aus der ISDN-Dose gerisse war), habe ich nun Lötkolben, Widerstände, Schraubenzieher und viel Gedult wieder in die Hand genommen. Resultat: Seit gestern bin ich wieder über *meine* Festnetznummer erreichbar. Dank des Blogeintrags war die Belegung der Kabel zumindest kein Porblem mehr. Dennoch geht mir das Gefuddel eindeutig auf den Geist. Ich denke inzwischen über eine Firtz!Box Fon nach. Die neuen Dinger haben eine integrierte DECT-Station. Und damit könnte man sich dann den ganzen Kabelwirrwarr sparen. Wenn das Ding nur nicht so teuer wäre. Vielleicht steht zum Ende des Jahres ja ein Umzug zum Provider 1&1 an… da gibt es die Dinger ja als Beigift. Das würde zumindest einige Telekommunikationsgeräte (Telefonanlage, WLAN Router/Switch, Splitter/Modem) überflüssig machen und im Flur für ein wenig mehr Übersicht sorgen.

Via C7 basiertes System als Mini Server

Januar 12, 2008

Die Immobilität der vergangenen Tage habe ich weiter mit der Planung meines neuen Rechners verbracht. Die Leistung des P4 reicht zwar eigentlich noch lange aus, aber der Stromverbrauch geht für eine 24/7 - Maschine gar nicht. Von der Idee mir ein neues Desktop-System zuzulegen das Rund um die Uhr an ist und Power für mehrere parallele VMs hat, verabschiede ich mich immer mehr. Momentan bin ich versucht mir für 200 - 400 Eur ein Embedded System als Server zusammen zu stellen… idealer Weise mit passiver Kühlung, USB 2.0-Unterstützung und Gigabit-Ethernet-Port. Das System zieht wohl zwischen 15-40 Watt je nach angeschlossenen Komponenten und ist damit unschlagbar. Die vergangenen Tage habe ich mich in die Materie eingearbeitet. Von ARM-basierten Lösungen über den Fit-PC, AMD Geode LX800 bin ich schließlich auf VIA- und Jetway-Boards gestossen. Letztere gibt es sowohl für den Via C7-Prozessor als auch für die mobilen Intel Core 2 Duos Txxxx. In der Leistung als ausreichend und mit 14 Watt als relativ sparsam stellte sich der C7 heraus. Vermutlich wird meine Aktivität auch in diese Richtung weiter gehen.

Vielversprechend erschien mir ebenfalls der vergangenen Monat vorgestellte VIA Artigo Bausatz für das neue Pico-ITX-Board. Ein kompaktes Gehäuse in der Größe eines 5 1/4″ -Gerätes beinhaltet Platz für eine 2,5″ HD. Die 1 GHz C7-CPU reicht mit bis zu 1 GB RAM vollkommen aus mit dem aktiven Kühler soll das System mit etwa 15 Watt nur unwesentlich mehr verbrauchen als ein Linksys WRT54G. Vier USB 2.0 Anschlüsse reichen vollkommen aus. Nur das Ethernet ist mit 100 Mbps etwas langsam und für mich eigentlich das k.o. - Kriterium. Außerdem scheint das Gerät noch wenig verfügbar und die Kosten sind sowohl in D als auch in den USA über dem empfohlenen Verkaufspreis.

Spiegel Online: Hacker tricksen Apple aus

September 24, 2007

Ein wenig spät und sehr oberflächlich und massentauglich berichtet Spiegel Online hier über den iTunes-Hack. Als reißerischer Kampf zwischen Apple und “den Hackern” wird das ganze dargestellt. Auch der fehlende Automatismus im Gegensatz zum Pendant iTunes mit hohem Benutzerkomfort wird herausgestellt. Ob dies aber für den durchschnittlichen Linuxuser wirklich wichtig ist bleibt fraglich. Viel interessanter hingegen wäre inzwischen wohl eine Reaktion Jobs auf den iPhone-Hack.

Update 25.09: Wie ich vermutete war auch der letzte Teil des Artikels aus dem Kontext gerissen und falsch interpretiert. Die Aussage in Berlin bezog sich nämlich tatsächlich auf den viel spektakuläreren iPhone-Hack und das kommende iPhone-Update wie hier nachzulesen ist. Das ist einfach schwacher Journalismus von Spiegel Online.

Prüfsumme in iPod-Bibliothek gehackt

September 18, 2007

Wie William Wolf in seinem Blog berichtet ist die mit den neuen iPod-Generationen eingeführte Checksumme bereits gehackt worden. Dies macht die Bespielung der iPods auch unter Linux möglich. In seinem Blogeintrag Making New iPods work in Linux! beschreibt Wolf ausführlich was zu unternehmen ist um die künstliche Sperre von Apple zu umgehen.

Dass es nur eine Frage der Zeit war, bis der Hashalgorithmus per Reverse Engineering gehackt wurde, war eigentlich klar. Das Problem liegt jedoch woanders. Die Gesetzelage zu Reverse Engineering ist natürlich weltweit unterschiedlich. Eine wichtige Rolle stellt jedoch auf jeden Fall die Frage nach der Methodik dar. Den Hashalgorithmus kann man eigentlich fast nur mit Hilfe eines Deassemblers, Profilers finden. Im Gegensatz zur Rekonstruktion der Funktionsweise ausschließlich aus den Daten ist eine solche Forgehensweise äußerst fraglich.

Das Linux-Programm gethash das den Hash für die iTunesDB berechnet wird im Quelltext zur Verfügung gestellt und muß selbst kompiliert werden. Die rechtliche Lage macht die Integration in Media Player äußerst fragwürdig, da sich die Hersteller hiermit vermutlich angreifbar machen. Und so kommen wir auf die vermutliche Vorgehensweise von Apple zu sprechen. Warum führt ein Hersteller wohl ein solches Feature in seine neuen Produkte ein? Mir ist keine Stellungnahme des Konzerns zu dieser Maßnahme bekannt. Mit Sicherheit läßt sich argumentieren, daß dieses Feature einer Korruption der Datenbank vorbeugt. Auch können so unerwartete Programmzustände, die unter Umständen einen herstellerseitigen Reset benötigen, umgangen werden. Jedoch läßt sich so etwas auch mit entsprechender Programmierung lösen. Tatsache ist, daß Apple den Algorithmus meines Wissens nach nicht veröffentlicht hat um eine Integration anderer Player zu ermöglichen. Und neben der Vertriebsphilosophie mit dem SIM-Lock des iPhones und der Ignorierung des OGG-Formates bei den Musikplayern paßt dieses Verhalten vielleicht in die Corporate Philosophy des Technologieherstellers mit Ambitionen am Telekommunikationsmarkt.

Es bleibt abzuwarten welche Maßnahmen Apple in dieser Angelegenheit ergreift. Für ein Unternehmen das ihr Betriebssystem von zwei Opensource-Projekten abgeleitet hat und auf die Tools der Open Source Comunity stützt aber früh wegen der sehr spärlichen Unterstützung der Community in Kritik gerät ist diese Taktik zwar konsequent aber immer noch nicht ganz nach zu vollziehen.

Swap your iPod for a week

September 18, 2007

In Die Wiederentdeckug der Musik skizziere ich bereits meine Idee neue Musik kennen zu lernen indem man den eigenen iPod für eine gewissen Zeit tauscht und mit der Shuffle-Funktion in der Musik des anderen stöbert. Meine Schwerpunkte liegen auf Filmmusik, Indiependent, Jazz, Pop, World Music und Rock-Klassiker. Wer denkt, dass er etwas hat was mich interessieren könnte, ist eingeladen einen Blogroll zu machen und mir seine Vorlieben mitzuteilen.

Die Wiederentdeckung der Musik

September 18, 2007

Seit Anfang des Jahres habe ich nun meinen iPod nano G2 in 8GByte. Eigentlich hatte ich mir den Player gekauft um wieder Hörspiele, Lesungen und Podcasts beim Laufen hören zu können. Mein geliebter Nex 2e-Player mit damals sündhaft teurer 512 MByte CF-Carte hatte eine Metamorphose in die Art Elektronikschrott vollzogen, die nur noch dann funktioniert, wenn man es eingentlich nicht braucht.

Von Apple kann man bezüglich Interfaces und Usability offensichtlich auch heute noch einiges lernen. Das einfache und vor allem konsequente Bedienung des iPods macht meiner Meinung nach den Hauptteil des Erfolges aus. Nicht einmal ein bekannt unökologischer und für den Verbraucher unötig teurer Support sowie native Unterstützung propritärer Formate für Audio und Video und Inkompatiblität zu den populären offenen Ogg-Vorbis-Codecs können die Popularität merklich mindern.

iTunes wird seit Jahren von vielen gehypt und als große Revolution gefeiert. Was den Online-Erwerb von Musik angeht, kann ich diese Vorreiterrolle durchaus nachvollziehen. Mit dem Player konnte ich mich dennoch nie so richtig anfreunden. Dass das Interface auf Ebene der Metadaten zu bedienen und filtern ist, scheint essentiell. Doch ist die Bindung an die physischen Daten zu statisch und unflexibel für jemanden der seit Jahren Dateien in Verzeichnisstrukturen und nach bestimmten Nomenklaturen pflegt und diese naturgemäß regelmässig umbenennt und verschiebt.

Komplett ins Abseits hat sich Apple nun mit den neuen Playern um den iPod Touch und den nano G3  gestellt. Die künstliche Aussperrung anderer Mediaplayer aus dem iPod-Management durch Modifikation des Libraryformats sperrt nicht nur Benutzer von nicht durch Apple unterstützten Plattformen aus sondern auch Benutzer wie mich die gerne mit Alternativen von iTunes arbeiten. Aber ich verliere mich in technischer Polemik… vielleicht ein anderes Mal mehr über die Implikationen dieser Maßnahme.

Zurück zum Thema: Wie ich mit dem iPod die Musik wiederentdeckt. Ausgangspunkt war also vergangnes Jahr eine sprichwörtliche Gleichgültigkeit wegen Überangebot an nicht gefallender Musik und einer fehlenden gezielten Auseinandersetzung mit eventuellen Kanidaten. Einen angenehmen frischen Wind in diese Stimung brachte Ende letzten Jahres LastFM, eine Plattform auf der man neue Bands und Musik auf Grund des Hörverhaltens von Nutzern mit ähnlichem Hörprofil bekommt. Vor die Gruppe JMFH bringt mich auf eine ganze Zahl neuer Indie- und US-College-Bands. Was dennoch belibt ist die Tatsache, dass es Zeit und Anstrengung bedeutet sichauf die Such zu begeben. Beides Dinge die man neben Arbeit, Studium, Sport und privaten Verpflichtungen weniger und weniger zu haben scheint. Das Gedudel im Hintergrund während man etwas erledigt hat viel zu dem gleichtültigen Gefühl bezüglich der Musik beigetragen.

Was trug der iPod bei? Wegen meiner Abneigung gegen iTunes und dem persönlichem Musikparadigma in dem ich mich damals befand, spielte ich eine ungewöhnliche Mischung aus neuer, mir unbekannter Musik, mit der ich mich auseinander setzen wollte und Klassikern die ich früher liebte auf den Player. Da ich bald feststellte, dass man beim Laufen nur schwer zu einem neuen Album browsen kann, verwendete ich bald die Shuffle-Funktion und entdeckte so meine Musiksammlung vollkommen neu. Tracks von Alben die ich seit Jahren kannte entdeckte ich so plötzlich für mich. Aber auch neue Alben wurden teilweise zugänglich und interessiert schaute ich ab und zu aufs Display um zu schauen was da gerade unbekanntes spielte. Inzwischen treibe ich Sport nur noch mit der Shuffle-Funktion.

Diese Erfahrung brachte mich bald auf eine Idee: Wenn dies die richtige Gelegenheit und technisch richtige Plattform zum Entdecken neuer Musik ist, was wäre denn wenn ich einen fremden iPod beim Sport dabei hätte? Für mich klingt das nach einer verlockenden Möglichkeit mal andere Dinge kennen zu lernen. Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass man nicht einen entgegengesetzten Geschmack hat.