Archiv für die Kategorie ‘Musik’

iPod-Batterie austauschen

Januar 26, 2008

Sowohl Sandra als auch ich haben inzwischen einen nano. Jedoch lag aus alten Tagen noch ein G3 20GB mit leerer Batterie herum (Laufzeit 2-3 Minuten). Nachdem es Austauschbatterien je nach Modell und Kapazität zwischen 10,- EUR un 30,- EUR gibt habe ich mich für ein Modell im mittleren Preissegment entschieden. Die Handlungsabwicklung über E-Bay war unproblematisch und der Artikel wurde verschickt bevor der Zahlungseingang eingentlich hätte registriert werden können. Im Lieferumfang befindet sich neben der Batterie zwei Plastikwerkzeuge mit denen man den Umbau vornehmen kann ohne den iPod zu beschädigen.

Als besondere Hürde stellte sich das Öffnen des Plastikgerätes heraus. Doch hat man einmal gesehen wie die Abdeckung befestigt ist sollte das Öffnen ein zweites Mal unproblematisch von Statten gehen. Ist das Gerät erst einmal offen beschränkt sich der Vorgang auf Entfrenen der Batterie, das Lösen des Batteriekabels sowie Austausch der Batterie und Herstellen des ursprünglichen Zustands. Ein wenig sorgfältig muß das Kabel zur Stromversorgung wieder unter die Platine befördert werden. Wie durch ein Wunder passen die Kontakte der Festplatte (auf Folie aufgeschweißt und lediglich auf Kontaktfläche aufgelegt) genau auf die Gegenstelle auf dem Board und nach einem Ladevorgang von etwa 3 Stunden läuft der iPod nun wieder wie am ersten Tag.

Fazit: Verblüffender Weise ebenso einfach wie effizient. Auf jeden Fall empfehlenswert.

Five guys named Moe

Januar 26, 2008

Das English Theatre zeigt immer noch “Five Guys Named Moe“. Nachdem Sandra bereits den größeren Teil des vergangenen Jahres mit dem Gedanken spielte das Stück zu sehen und nicht dazu kam habe ich ihr kurzer Hand zum Geburtstag einen Besuch geschenkt. Das Stück war denn auch ganz erfrischend. Ein wenig dünn in Handlung und Ausarbeitung ging es in dem Stück größtenteils um die Interaktion zwischen Protagonisten und Publikum. Und so kommt es im Verlauf des Stückes zu diversen musikalischen Dialogen zwischen Schauspielern und Publikum. Die Krönung ist ein Umzug des gesamten Auditoriums über die Bühne. Mehr Spoiler werde ich aber nicht verraten. Wer seichte Unterhaltung mit Selbstbeteiligung und durchaus ausdrucksstarken (im Rahmen des Stücks) Schausstellern sucht, der sollte sich noch Tickets sichern.

Die Geschichte ist schnell erählt. Nomax ist ein alkoholsüchtiger, arbeitsloser Versager der gerade seine Freundin verlohren hat als die Interpreten einer Ragtime- / Swingkombo aus der Mowtownzeit aus dem Radio vor ihm erscheinen und sein Lebensparadigma vor ihm ausbreiten.

Mit diesem Eintrag bin ich dann auch der Bitte von Little Moe am ende des Stückes nachgekommen: “If you liked the play, go tell all your friends and family about it. If you didn’t like it, don’t say a word.”

Filmmusikkonzerte

Januar 13, 2008

Am Donnerstag waren Sandra und ich in der Alten Oper beim Filmmusikkonzert von Klassikradio für die Saison 07/08. Alles in allem war die Darbietung ganz ordentlich. Nur der Chefmoderator mußte in regelmäßigen Abständen durch das Programm führen und hörte sich nur zu gern reden. Für den durchschnittlichen Klassikradiohörer waren die Anekdoten und Erläuterungen zu den Komponisten vielleicht auch hilfreich. Die zweite Hälfte war deutlich besser als die erste. Neben Problemen rein musikalischer Natur zu Beginn des Konzerts (ja, ich meine die Blechbläser) und einem gelegentlichen Aussetzer eines Rythmusinstruments gab es technisch nichts zu bemängeln. Nur die Philosophie war - besonders bei den populäreren PopCorn-Stücken - weniger das Theme zu spielen, sondern eine Art Suite, in der die Hauptthemen verscheidener Stücke aufgegriffen werden. Teilweise, gerade zu Beginn, hörte es sich aber eher an aneinandergereihte Abschnitte denn einer Suite an. Den Marsch von Indiana Jones gab es dafür Note für Note und besonders die Zimmer-Suiten waren sehr ausgearbeitet… geht eben doch um ein Massenpublikum. Handwerklich astrein war auch das letzte Stück im regulären Programm; das meistgewünschte Stück bei Klassikradio, wie der Moderator es anprangerte: Caravan. Die Suite war wirklich wunderbar arrangiert. Nur, das ist und bleibt für mich Zirkusmusik. Da bin ich eben vorbelastet… nichts gegen den armen Musiker. Als Zugabe wurdender Imperial March und das Peter Gunn Theme gegeben… zumindest letzteres ein wenig erfrischend. Das stocksteife Klassikradiopublikum durfte auch fleissig den Takt klatschen.

Ein ganz besonderer Event war das Konzert der European Film Acadamy in Berlin vor zwei Monaten. Neben Craig Armstrong und David Arnold waren Wim Mertens und Jean-Claude-Petite persönlich anwesend und hatten die ein oder andere nette Anekdote zu erzählen. Jean-Claude-Petite ergriff den selbst Taktstock, Wim Mertens setzte sich ans Klavier und die beiden Engländer beließen es bei einigen Worten. Nicola Piovani hatte leider kurzfristig abgesagt, da er letzte Vorbereitungen zur Uraufführung seiner ersten Oper treffen mußte. Außerdem gab es Musik von Voicek Kilar. Neben der einmaligen Chance diese Komponisten einmal live zu erleben bot das Flämische Radio Orchester eine perfekte Vorstellung. Meist wurde das Main Theme oder eine Suite gewählt, teilweise etwas verändert, z.B. beim Intro von The Quiet American wo die asiatische Sängerin substituiert werden mußte. Mein persönliches Highlight des Abends: David Arnold erzählt wie er den Produzenten von Stargate versucht seine Idee des Scores zu erklären. “… It’s a Star Wars meets Laurance of Arabia extravaganza”. Und wenn man danach den Score hört, kann man ihm nicht wirklich widersprechen. Für nicht ganz so große Musikfans war dankbarer Weise auch eine Leinwand angebracht auf der Filmausschnitte und Nahaufnahmen des Orchesters geworfen wurde. Besonders Sandra war hierfür sehr dankbar. Ein kleiner Eindruck kann hier eingeholt werden.

Die Reise nach Berlin extra für das Konzert hatte sich auf jeden Fall gelohnt. Und als ich erfuhr, dass dies bereits die zweite Veranstaltung dieser Art war, wurde gleich ein wenig traurig die erste verpasst zu haben. Das erklärt dann aber die Auswahl der Komponsiten, bzw. das Ausbleiben einiger die ich fest auf der Rechnung gehabt hätte.

Death cab reference in Californication

September 26, 2007

In the latest seventh episode of Showtimes Californication at the end of of the show there is a reference to New York based band Death Cab for Cutie. The show stars David Duchovny (Agent Mulder on the x-files. Sandra is a Death Cab for cutie fan and I have grown to like the band myself, especially their latest album.

Von Erwartungen und Enttäuschungen in Sachen Soundtracks

September 25, 2007

Seit ich Ende 2001 Brian Tylers “Children Of Dune” gehört hatte, bin ich immer in großer Erwartung, wenn ein neuer Score von ihm veröffentlicht wird. Jedoch konnte er - gerade in letzter Zeit - meinen Erwartungen nicht gerechte werden. Vielleicht bin ich auch Schuld, da ich mich beim drüber hören nicht versucht fühle mich weiter mit der Musik auseinander zu setzen. Dies gilt vor allem für seine letzten Werke “Tokio Drift” und “War”. Ich wünschte er würde wieder mal einen Score zum “anhören” machen… vielleicht muss er hierfür auch wieder einmal das Genre wechseln.

Ein weiterer Komponist der meine größere Aufmerksamkeit genießt ist Jan A.P. Kaczmarek. Neben den einfühlsamen Melodien aus “Washington Square” (1997) und “Faithful” (2002) stammt aus seiner Feder der erfolgreiche Soundtrack zu “Finding Neverland” (2004). Mit “Evening” ist in den USA gerade sein neuestes Werk als Film auf DVD erschienen. Vielleicht werde ich im November mit einem Exemplar im Gepäck zurückreisen und dann näheres berichten.

Dan Goldwasser, der Autor von Soundtrack Dot Net macht leider wieder eine *sehr lange* Sommerpause was neue Podcasts angeht. Als regelmäßiger Hörer hoffe ich auf eine baldige Fortsetzung dieses Formats. Aus Mangel an Zeit ist es mir auch nicht möglich mich anders auf dem Laufenden zu halten. So hat der wirklich gut produzierte und informative Podcast mit seinen kleinen Hörproben einen festen Eintrag in meinem RSS-Aggregator. Nur leider tut sich dort in letzter Zeit recht wenig.

Eher durch Zufall bin ich dann auf ein Konzert im Admiralpalas, Berlin am 30.11.2007 gestoßen: Die European Film Academy gibt dort im Rahmen des 20. Europäischen Filmpreises ein Konzert mit Highlights europäischer Filmmusik. Persönlich anwesend werden Wim Mertens, Jean-Claude Petit und Craig Armstrong sein. Die Karten sind auch schon angekommen. Nur noch eine Unterkunft muss gesucht werden.

Hingegen mal wieder verpasst habe ich das Frankfurter Intermezzo der Klassik-Radio-Filmmusik-Reihe. Bereits letztes Jahr hatte ich die Reihe einfach verschlafen. Am 21.09. waren die Klassik Radio Pops mit Die große Welt der Filmmusik in der Alten Oper Frankfurt. Wie ich eben gesehen habe erhalten Schüler und Studenten sogar 50% Rabatt. Anfang Januar ist noch eine Vorstellung in Nürnberg. Vielleicht gibt es ja noch Karten…

Settos (Movie) Theme Quiz

September 25, 2007

Your not so average web quiz. Unter http://www.setto.de/quiz1.php gibt es ein nettes in Flash programmiertes Quiz. Der Benutzer muss aus einem 45 Sekunden langen Ausschnitt erkennen aus welchem Film die gespielte Melodie ist. Die Auswahl liegt zwischen Klassikern und Blogbustern. Auch kann der Autor nicht verbergen, dass er Fan von Media Ventures ist. Ein netter Zeitvertreib ist es dennoch. Die Nummern 17, 22, 28 konnte ich nicht lösen. Es gilt eine vermutlich durchschnittliche 10:02 min zu schlagen.

Prüfsumme in iPod-Bibliothek gehackt

September 18, 2007

Wie William Wolf in seinem Blog berichtet ist die mit den neuen iPod-Generationen eingeführte Checksumme bereits gehackt worden. Dies macht die Bespielung der iPods auch unter Linux möglich. In seinem Blogeintrag Making New iPods work in Linux! beschreibt Wolf ausführlich was zu unternehmen ist um die künstliche Sperre von Apple zu umgehen.

Dass es nur eine Frage der Zeit war, bis der Hashalgorithmus per Reverse Engineering gehackt wurde, war eigentlich klar. Das Problem liegt jedoch woanders. Die Gesetzelage zu Reverse Engineering ist natürlich weltweit unterschiedlich. Eine wichtige Rolle stellt jedoch auf jeden Fall die Frage nach der Methodik dar. Den Hashalgorithmus kann man eigentlich fast nur mit Hilfe eines Deassemblers, Profilers finden. Im Gegensatz zur Rekonstruktion der Funktionsweise ausschließlich aus den Daten ist eine solche Forgehensweise äußerst fraglich.

Das Linux-Programm gethash das den Hash für die iTunesDB berechnet wird im Quelltext zur Verfügung gestellt und muß selbst kompiliert werden. Die rechtliche Lage macht die Integration in Media Player äußerst fragwürdig, da sich die Hersteller hiermit vermutlich angreifbar machen. Und so kommen wir auf die vermutliche Vorgehensweise von Apple zu sprechen. Warum führt ein Hersteller wohl ein solches Feature in seine neuen Produkte ein? Mir ist keine Stellungnahme des Konzerns zu dieser Maßnahme bekannt. Mit Sicherheit läßt sich argumentieren, daß dieses Feature einer Korruption der Datenbank vorbeugt. Auch können so unerwartete Programmzustände, die unter Umständen einen herstellerseitigen Reset benötigen, umgangen werden. Jedoch läßt sich so etwas auch mit entsprechender Programmierung lösen. Tatsache ist, daß Apple den Algorithmus meines Wissens nach nicht veröffentlicht hat um eine Integration anderer Player zu ermöglichen. Und neben der Vertriebsphilosophie mit dem SIM-Lock des iPhones und der Ignorierung des OGG-Formates bei den Musikplayern paßt dieses Verhalten vielleicht in die Corporate Philosophy des Technologieherstellers mit Ambitionen am Telekommunikationsmarkt.

Es bleibt abzuwarten welche Maßnahmen Apple in dieser Angelegenheit ergreift. Für ein Unternehmen das ihr Betriebssystem von zwei Opensource-Projekten abgeleitet hat und auf die Tools der Open Source Comunity stützt aber früh wegen der sehr spärlichen Unterstützung der Community in Kritik gerät ist diese Taktik zwar konsequent aber immer noch nicht ganz nach zu vollziehen.

Swap your iPod for a week

September 18, 2007

In Die Wiederentdeckug der Musik skizziere ich bereits meine Idee neue Musik kennen zu lernen indem man den eigenen iPod für eine gewissen Zeit tauscht und mit der Shuffle-Funktion in der Musik des anderen stöbert. Meine Schwerpunkte liegen auf Filmmusik, Indiependent, Jazz, Pop, World Music und Rock-Klassiker. Wer denkt, dass er etwas hat was mich interessieren könnte, ist eingeladen einen Blogroll zu machen und mir seine Vorlieben mitzuteilen.

Die Wiederentdeckung der Musik

September 18, 2007

Seit Anfang des Jahres habe ich nun meinen iPod nano G2 in 8GByte. Eigentlich hatte ich mir den Player gekauft um wieder Hörspiele, Lesungen und Podcasts beim Laufen hören zu können. Mein geliebter Nex 2e-Player mit damals sündhaft teurer 512 MByte CF-Carte hatte eine Metamorphose in die Art Elektronikschrott vollzogen, die nur noch dann funktioniert, wenn man es eingentlich nicht braucht.

Von Apple kann man bezüglich Interfaces und Usability offensichtlich auch heute noch einiges lernen. Das einfache und vor allem konsequente Bedienung des iPods macht meiner Meinung nach den Hauptteil des Erfolges aus. Nicht einmal ein bekannt unökologischer und für den Verbraucher unötig teurer Support sowie native Unterstützung propritärer Formate für Audio und Video und Inkompatiblität zu den populären offenen Ogg-Vorbis-Codecs können die Popularität merklich mindern.

iTunes wird seit Jahren von vielen gehypt und als große Revolution gefeiert. Was den Online-Erwerb von Musik angeht, kann ich diese Vorreiterrolle durchaus nachvollziehen. Mit dem Player konnte ich mich dennoch nie so richtig anfreunden. Dass das Interface auf Ebene der Metadaten zu bedienen und filtern ist, scheint essentiell. Doch ist die Bindung an die physischen Daten zu statisch und unflexibel für jemanden der seit Jahren Dateien in Verzeichnisstrukturen und nach bestimmten Nomenklaturen pflegt und diese naturgemäß regelmässig umbenennt und verschiebt.

Komplett ins Abseits hat sich Apple nun mit den neuen Playern um den iPod Touch und den nano G3  gestellt. Die künstliche Aussperrung anderer Mediaplayer aus dem iPod-Management durch Modifikation des Libraryformats sperrt nicht nur Benutzer von nicht durch Apple unterstützten Plattformen aus sondern auch Benutzer wie mich die gerne mit Alternativen von iTunes arbeiten. Aber ich verliere mich in technischer Polemik… vielleicht ein anderes Mal mehr über die Implikationen dieser Maßnahme.

Zurück zum Thema: Wie ich mit dem iPod die Musik wiederentdeckt. Ausgangspunkt war also vergangnes Jahr eine sprichwörtliche Gleichgültigkeit wegen Überangebot an nicht gefallender Musik und einer fehlenden gezielten Auseinandersetzung mit eventuellen Kanidaten. Einen angenehmen frischen Wind in diese Stimung brachte Ende letzten Jahres LastFM, eine Plattform auf der man neue Bands und Musik auf Grund des Hörverhaltens von Nutzern mit ähnlichem Hörprofil bekommt. Vor die Gruppe JMFH bringt mich auf eine ganze Zahl neuer Indie- und US-College-Bands. Was dennoch belibt ist die Tatsache, dass es Zeit und Anstrengung bedeutet sichauf die Such zu begeben. Beides Dinge die man neben Arbeit, Studium, Sport und privaten Verpflichtungen weniger und weniger zu haben scheint. Das Gedudel im Hintergrund während man etwas erledigt hat viel zu dem gleichtültigen Gefühl bezüglich der Musik beigetragen.

Was trug der iPod bei? Wegen meiner Abneigung gegen iTunes und dem persönlichem Musikparadigma in dem ich mich damals befand, spielte ich eine ungewöhnliche Mischung aus neuer, mir unbekannter Musik, mit der ich mich auseinander setzen wollte und Klassikern die ich früher liebte auf den Player. Da ich bald feststellte, dass man beim Laufen nur schwer zu einem neuen Album browsen kann, verwendete ich bald die Shuffle-Funktion und entdeckte so meine Musiksammlung vollkommen neu. Tracks von Alben die ich seit Jahren kannte entdeckte ich so plötzlich für mich. Aber auch neue Alben wurden teilweise zugänglich und interessiert schaute ich ab und zu aufs Display um zu schauen was da gerade unbekanntes spielte. Inzwischen treibe ich Sport nur noch mit der Shuffle-Funktion.

Diese Erfahrung brachte mich bald auf eine Idee: Wenn dies die richtige Gelegenheit und technisch richtige Plattform zum Entdecken neuer Musik ist, was wäre denn wenn ich einen fremden iPod beim Sport dabei hätte? Für mich klingt das nach einer verlockenden Möglichkeit mal andere Dinge kennen zu lernen. Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass man nicht einen entgegengesetzten Geschmack hat.