Archiv für die Kategorie ‘Soundtracks’

Filmmusikkonzerte

Januar 13, 2008

Am Donnerstag waren Sandra und ich in der Alten Oper beim Filmmusikkonzert von Klassikradio für die Saison 07/08. Alles in allem war die Darbietung ganz ordentlich. Nur der Chefmoderator mußte in regelmäßigen Abständen durch das Programm führen und hörte sich nur zu gern reden. Für den durchschnittlichen Klassikradiohörer waren die Anekdoten und Erläuterungen zu den Komponisten vielleicht auch hilfreich. Die zweite Hälfte war deutlich besser als die erste. Neben Problemen rein musikalischer Natur zu Beginn des Konzerts (ja, ich meine die Blechbläser) und einem gelegentlichen Aussetzer eines Rythmusinstruments gab es technisch nichts zu bemängeln. Nur die Philosophie war - besonders bei den populäreren PopCorn-Stücken - weniger das Theme zu spielen, sondern eine Art Suite, in der die Hauptthemen verscheidener Stücke aufgegriffen werden. Teilweise, gerade zu Beginn, hörte es sich aber eher an aneinandergereihte Abschnitte denn einer Suite an. Den Marsch von Indiana Jones gab es dafür Note für Note und besonders die Zimmer-Suiten waren sehr ausgearbeitet… geht eben doch um ein Massenpublikum. Handwerklich astrein war auch das letzte Stück im regulären Programm; das meistgewünschte Stück bei Klassikradio, wie der Moderator es anprangerte: Caravan. Die Suite war wirklich wunderbar arrangiert. Nur, das ist und bleibt für mich Zirkusmusik. Da bin ich eben vorbelastet… nichts gegen den armen Musiker. Als Zugabe wurdender Imperial March und das Peter Gunn Theme gegeben… zumindest letzteres ein wenig erfrischend. Das stocksteife Klassikradiopublikum durfte auch fleissig den Takt klatschen.

Ein ganz besonderer Event war das Konzert der European Film Acadamy in Berlin vor zwei Monaten. Neben Craig Armstrong und David Arnold waren Wim Mertens und Jean-Claude-Petite persönlich anwesend und hatten die ein oder andere nette Anekdote zu erzählen. Jean-Claude-Petite ergriff den selbst Taktstock, Wim Mertens setzte sich ans Klavier und die beiden Engländer beließen es bei einigen Worten. Nicola Piovani hatte leider kurzfristig abgesagt, da er letzte Vorbereitungen zur Uraufführung seiner ersten Oper treffen mußte. Außerdem gab es Musik von Voicek Kilar. Neben der einmaligen Chance diese Komponisten einmal live zu erleben bot das Flämische Radio Orchester eine perfekte Vorstellung. Meist wurde das Main Theme oder eine Suite gewählt, teilweise etwas verändert, z.B. beim Intro von The Quiet American wo die asiatische Sängerin substituiert werden mußte. Mein persönliches Highlight des Abends: David Arnold erzählt wie er den Produzenten von Stargate versucht seine Idee des Scores zu erklären. “… It’s a Star Wars meets Laurance of Arabia extravaganza”. Und wenn man danach den Score hört, kann man ihm nicht wirklich widersprechen. Für nicht ganz so große Musikfans war dankbarer Weise auch eine Leinwand angebracht auf der Filmausschnitte und Nahaufnahmen des Orchesters geworfen wurde. Besonders Sandra war hierfür sehr dankbar. Ein kleiner Eindruck kann hier eingeholt werden.

Die Reise nach Berlin extra für das Konzert hatte sich auf jeden Fall gelohnt. Und als ich erfuhr, dass dies bereits die zweite Veranstaltung dieser Art war, wurde gleich ein wenig traurig die erste verpasst zu haben. Das erklärt dann aber die Auswahl der Komponsiten, bzw. das Ausbleiben einiger die ich fest auf der Rechnung gehabt hätte.

Von Erwartungen und Enttäuschungen in Sachen Soundtracks

September 25, 2007

Seit ich Ende 2001 Brian Tylers “Children Of Dune” gehört hatte, bin ich immer in großer Erwartung, wenn ein neuer Score von ihm veröffentlicht wird. Jedoch konnte er - gerade in letzter Zeit - meinen Erwartungen nicht gerechte werden. Vielleicht bin ich auch Schuld, da ich mich beim drüber hören nicht versucht fühle mich weiter mit der Musik auseinander zu setzen. Dies gilt vor allem für seine letzten Werke “Tokio Drift” und “War”. Ich wünschte er würde wieder mal einen Score zum “anhören” machen… vielleicht muss er hierfür auch wieder einmal das Genre wechseln.

Ein weiterer Komponist der meine größere Aufmerksamkeit genießt ist Jan A.P. Kaczmarek. Neben den einfühlsamen Melodien aus “Washington Square” (1997) und “Faithful” (2002) stammt aus seiner Feder der erfolgreiche Soundtrack zu “Finding Neverland” (2004). Mit “Evening” ist in den USA gerade sein neuestes Werk als Film auf DVD erschienen. Vielleicht werde ich im November mit einem Exemplar im Gepäck zurückreisen und dann näheres berichten.

Dan Goldwasser, der Autor von Soundtrack Dot Net macht leider wieder eine *sehr lange* Sommerpause was neue Podcasts angeht. Als regelmäßiger Hörer hoffe ich auf eine baldige Fortsetzung dieses Formats. Aus Mangel an Zeit ist es mir auch nicht möglich mich anders auf dem Laufenden zu halten. So hat der wirklich gut produzierte und informative Podcast mit seinen kleinen Hörproben einen festen Eintrag in meinem RSS-Aggregator. Nur leider tut sich dort in letzter Zeit recht wenig.

Eher durch Zufall bin ich dann auf ein Konzert im Admiralpalas, Berlin am 30.11.2007 gestoßen: Die European Film Academy gibt dort im Rahmen des 20. Europäischen Filmpreises ein Konzert mit Highlights europäischer Filmmusik. Persönlich anwesend werden Wim Mertens, Jean-Claude Petit und Craig Armstrong sein. Die Karten sind auch schon angekommen. Nur noch eine Unterkunft muss gesucht werden.

Hingegen mal wieder verpasst habe ich das Frankfurter Intermezzo der Klassik-Radio-Filmmusik-Reihe. Bereits letztes Jahr hatte ich die Reihe einfach verschlafen. Am 21.09. waren die Klassik Radio Pops mit Die große Welt der Filmmusik in der Alten Oper Frankfurt. Wie ich eben gesehen habe erhalten Schüler und Studenten sogar 50% Rabatt. Anfang Januar ist noch eine Vorstellung in Nürnberg. Vielleicht gibt es ja noch Karten…

Settos (Movie) Theme Quiz

September 25, 2007

Your not so average web quiz. Unter http://www.setto.de/quiz1.php gibt es ein nettes in Flash programmiertes Quiz. Der Benutzer muss aus einem 45 Sekunden langen Ausschnitt erkennen aus welchem Film die gespielte Melodie ist. Die Auswahl liegt zwischen Klassikern und Blogbustern. Auch kann der Autor nicht verbergen, dass er Fan von Media Ventures ist. Ein netter Zeitvertreib ist es dennoch. Die Nummern 17, 22, 28 konnte ich nicht lösen. Es gilt eine vermutlich durchschnittliche 10:02 min zu schlagen.